Review: Knowsum – Hyasynthus (Hi​-​Hat Club Vol. 7)

23.November 2015, Farid

knowsum-lang

 

Als das Kölner Label MPM am 27. Oktober auf Facebook ein Foto mit der Aufschrift „Hi-Hat Club (Vol. 7) who is it?“ postete war der Aufschrei in der Szene der Beatheads und Instrumentalfetischisten vorprogrammiert.

Die beliebte Hi-Hat Club Reihe, zu der Dexter, Brenk Sinatra, Twit One, HulkHodn, Suff Daddy und andere Größen der Szene ihren Beitrag geleistet haben, hatte zwei Jahre lang keine neue Platte mehr auf den Markt gebracht.

Als 5 Tage später dann klar war, dass es Knowsum war, der die siebte Hi-Hat Club Platte produziert hatte, war die Vorfreude groß.

Wird der Mainzer Beatproduzent und Rapper also den Erwartungen gerecht?

 

 

Mit dem siebten Teil der Hi-Hat Club Reihe „ Hyasynthus“ bleibt Knowsum sich treu. Immer etwas anders als die Anderen scheint auch hier sein Kredo zu sein.

Das Soundbild wird geprägt durch zerpitchte, außeinander geschnittene und neu zusammengesetzte Sounds und minimalistischen Drums, die doch gut genug ausproduziert sind, um dem Hörer immer wieder aufzufallen.

Oft geht es hier schräg und schief zur Sache, was man allerdings schon von anderen Veröffentlichungen des Herrn Knowsum kennt. Zerschredderte Synthesizer Sounds treffen hier auf etwas, das mal eine Frauenstimme gewesen sein könnte, untermalt von einer drückenden Kickdrum und quietschenden Soundlayern.

Besonders hervorzuheben sind die Tracks „Home“, der durch eine Akkustikgitarre getragen wird, begleitet von einem singenden Knowsum, und „Ghost“, beziehungsweise „Bubbles“, auf denen er sich Verstärkung von Anne-Louise Hoffmann und Salami Rose Joe Louis geholt hat, deren Gesang sich einwandfrei in den Gesamtsound einfindet.

 

 

Wer sich also auch mit schrägen Tönen und teilweise schwer zugänglichen Melodien anfreunden kann, oder einfach mal Lust auf etwas anderes hat, dem sei diese Platte an Herz gelegt. Demjenigen, der Knowsum schon vorher kannte und mochte werden hier auf jeden Fall die Erwartungen erfüllt.

Offizielles Releasedate ist der 27.11.2015, also schnell sein, die Platte dürfte schon bald ausverkauft sein.

 

Autor: B. Hemoth