Video: Luk&Fil – 42, Link und der Track den es nicht gibt (Live in Leipzig)

03.Dezember 2015, Jimmi

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Zurück in der Zeit wenden wir uns nach dem aktuellen Luk&Fil Album dem Vorgänger zu.

Vier Tage vor Weihnachten 2013 veröffentlichten Luk&Fil den Nachfolger ihres nach 2 Wochen ausverkauften Debütalbums All that glitter ain’t soul. Zur Doppel LP mit Gatefold Cover schmiss das Mainzer Duo damals noch die auf 300 Stück limiterte 7inch, die es nich gibt auf den damals gerade wieder blühenden Untergrund Boom Bap Markt. Feste Fan Bases, die den Künstlern ihre kleinen bis mittelgroßen Auflagen unter dem Nagel weg kauften und Konzerte sowie Merch dankbar annahmen, waren mittlerweile wieder fester Bestandteil der Szene, welche parallel zur boomenden Hip Hop Pop Bühne ihr eigenes Süppchen kochte und es bis heute nicht anders tut.

 

 

Als die Szene überall, nach Vorbild der Kölner Entourage, Nachkommen in die Welt setzte, welche eindeutige Beeinflussung in Stil, Habitus und Soundästhetik aufwiesen, konnten sich einige daraus eigene, mehrdimensionale Künstleridentitäten aufbauen und so ein Stück weit mehr die musikalische und stilistische Entwicklung der Szene vorantreiben.

 

Luk&Fil sind so ein Beispiel. So war ihr zweites Album Brot Ist Essbares Holz viel durchdachter als der sehr gute Erstling. Zudem  war er vom Soundbild komplexer und in Text wie Beat und Skit mit szene- und popkulturellen Referenzen durchzogen. Diese macht sich das Sichtexot Vorzeige-Duo bis heute zum Signature.

 

 

Knowsums Beats stolpern zwischen den Drumpatterns unruhig vor sich hin, groovend unter die teils psychedlischen Samples in die Melancholie und Desillusion der teils satirisch und pointiert geschriebenen Texte beider Rapper. In dieser Art und Weise sind sie auch nicht bei einem Retrogott zu finden, der andere Dimensionen mit seinen direkteren Sprachbildern bedient.

Trotz aller Raffinesse in der Produktion sind die Zutaten immer noch Samplebeat und konsequente Rapparts. Gäste waren, wie immer, Freunde des spirituellen Hauses Eloquent, Tufu, Mio Mao und Dramadigs.

 

Wir haben drei der Albumtracks bei ihrem Auftritt in Leipzig mit der Kamera begleitet und stellen mit Link, 42 und der Track den es nicht gibt so noch einmal Songs ins Rampenlicht, welche vielleicht nicht jeder Head, wenn er an Luk&Fil denkt, gleich im Kopf hat.